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CMR-Fremdunternehmer-Police

Erhöhtes Risiko durch Kabotage-Fahrten

Seit Einführung der Kabotagefreiheit für Unternehmer aus den osteuropäischen EU-Staaten setzen immer mehr Spediteure Subunternehmer aus diesen Staaten auch für innerdeutsche Beförderungen ein. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass dann auch diese Unternehmer der Versicherungsvorschrift nach dem GüKG unterliegen. Der häufig eingesetzte Versicherungsschutz nach CMR genügt hier nicht, da die Mindestdeckungsvorschriften des GüKG darin meist nicht mitversichert sind.

Es empfiehlt sich daher dringend, beim Einsatz solcher Subunternehmer für innerdeutsche Transporte nicht nur zu kontrollieren, ob der Unternehmer nicht bereits die erlaubte Anzahl an aufeinanderfolgenden Kabotage-Fahrten oder die erlaubte Beförderungszeit (7 Tage nach der ersten Entladung des Einreisetransportes) überschritten hat, sondern auch, ob er dafür versichert ist und über eine gültige GüKG-Bestätigung verfügt. Diese regelmäßige Prüfung gehört zu den Pflichten eines Spediteurs.

Verstöße gegen diese Regelungen gelten als unerlaubter Gütertransport und werden mit teils erheblichen Bußgeldern bestraft. Kommt es hierbei zu Güterschäden oder Lieferfristüberschreitungen, kann der Unternehmer und mit ihm der auftraggebende Spediteur unter Umständen sogar in eine unbegrenzte Haftung wegen groben Organisationsverschuldens kommen. Oft reicht die Deckung des Unternehmers dafür nicht aus und die Differenz bleibt an der Haftungsversicherung des auftraggebenden Spediteurs hängen.
Bestehen Zweifel oder ist dieser Prüfungsaufwand realistisch nicht zu bewältigen, so empfiehlt die SCHUNCK GROUP den Einsatz einer CMR-Fremdunternehmer-Police.
Quelle: Oskar Schunck AG, München

tikstandort Deutschland wächst weiter rasant - Umsatzvolumen 98 Mrd. Euro

 

Wie die IKB Deutsche Industriebank in Ihrem Dezemberbericht veröffentlichte, ist der Branchenumsatz im Jahr 2010 in Deutschland um gut 7% auf über 98 Mrd. Euro gestiegen. Für 2011 wird ein Wachstum von weiteren 6% erwartet.  Die Folge sind Preissteigerungen, da der Aufschwung die Laderaumkapazitäten knapper werden lässt. 2011 dürfte damit, was den Umsatz betrifft, das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung darf nicht übersehen werden, dass das Jahr 2009 in der Transport- und Logistikbranche einen Rekordstand an Insolvenzen zu verzeichnen hattet (+26% auf 1742 Unternehmen).

Quelle: IKB Information Transport und Logistik Dezember 2010