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Luftfracht: Höhere Preise für Antonows?

Bundeswehr benötigt große Frachtkapazitäten für Afghanistan-Abzug.

 

Der geplante Abzug der Bundeswehr und der Internationalen Unterstützungstruppe Isaf aus Afghanistan wird größtenteils über die Luft erfolgen. Das könnte die Preise für Flugzeuge mit großem Frachtraum nach oben treiben. Unlängst informierte sich Verteidigungsminister Thomas de Maiziere über die Probleme bei der Logistik in Afghanistan. Die Nato geht derzeit davon aus, dass insgesamt 122.000 Container und 70.000 Fahrzeuge aus dem Land gebracht werden müssen. Die Bundeswehr alleine muss 6.000 Container und 1.700 Fahrzeuge zurück nach Deutschland transportieren.

Das Problem: Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung" ist es wegen des unsicheren Verhaltens Pakistans in Sachen Grenzöffnung nötig, dass mehr Material als bisher angenommen ausgeflogen werden muss. Die USA gehen davon aus, dass statt der bisher geplanten fünf Prozent fast die Hälfte des Volumens in Frachtmaschinen gepackt werden muss. Die Amerikaner haben gegenüber den Deutschen jedoch den Vorteil, über eigene Großraumflugzeuge zu verfügen. Die Bundeswehr ist hingegen stark auf private Transportdienstleister angewiesen. Die sitzen vor allem in Osteuropa und bieten Maschinen der Baureihen „Antontow-124" und „Iljuschin-76" an. Von den Antonows sind jedoch weltweit nur 26 im Einsatz. Der Laderaum für Riesenmaschinen ist also knapp und die Preise steigen demnach wohl an – auch für deutsche Industriekunden.


Quelle: www.logistik-heute.de