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Kommunen fordern flächendeckende Lkw-Maut

Auf Autobahnen müssen Lastwagenfahrer schon jetzt zahlen. Von August an werden sie auch auf größeren Bundesstraßen zur Kasse gebeten. Doch den Städten und Gemeinden geht das nicht weit genug. Sie fordern die Lkw-Maut auf allen Straßen.

 

Der Städte- und Gemeindebund will Lastwagenfahrer auf allen Straßen zur Kasse bitten. "Die Erfassung von vierspurigen Bundesstraßen zum 1. August ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Dortmunder Ruhr Nachrichten.

Der Städte- und Gemeindebund will Lastwagenfahrer in einigen Jahren auf allen Straßen zur Kasse bitten. (© dpa)

"Mittelfristig müssen wir jedoch zu einer Mauterfassung insbesondere des Lkw-Verkehrs auf allen Straßen kommen und auch die Kommunen, die mit etwa 460.000 Kilometern das größte Straßennetz in Deutschland haben, an den Einnahmen beteiligen." Andernfalls werde der "Investitionsrückstau" der kommunalen Straßen weiter zunehmen.


Bundesregierung will Maut für Straßen-Infrastruktur verwenden. 

Bislang müssen Lastwagen in Deutschland nur für Fahrten auf Autobahnen Maut bezahlen. Von August an wird auch auf gut ausgebauten Bundesstraßen Maut fällig - und zwar bundesweit auf einer Gesamtlänge von rund 1000 Kilometern. Das Bundesverkehrsministerium erhofft sich davon jährlich 100 Millionen Euro zusätzlich für den Straßenbau.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) versprach: "Die Einnahmen werden in eine bessere, modernere und lärmärmere Straßen-Infrastruktur investiert." In der Passauer Neuen Presse kündigte er an, dass zum Aufspüren von Mautprellern 30 tragbare "Maut-Blitzer" eingesetzt würden.

Quelle: Sueddeutsche.de